Am 10.11.2019 um 14:30 Uhr, findet der alljährliche Gedenkgottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche (Händelstr. 21 in Hildesheim) statt. Wir wollen gemeinsam der Verstorbenen gedenken und Kerzen anzünden. Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir zu Kaffee oder Tee ein, mit der Möglichkeit zu Gesprächen und Austausch. Alle sind herzlich eingeladen.


Auch in diesem Jahr geht der Hospizverein wieder beim „Röderhoflauf“ an den Start. Am 21. September ist es schon so weit. Wer möchte unser Team verstärken? Bitte dringend im Büro melden! Wir machen dann die Sammelanmeldung. Startgebühren bezahlt der Hospizverein.

Hospiz-T-Shirts können wir gerne zur Verfügung stellen. Es gibt die Möglichkeit 1,8; 3,8; 5,3 oder 10 km zu laufen. Bitte teilt uns bei der Anmeldung mit, an welchem Lauf Ihr teilnehmen wollt.

Detaillierte Informationen gibt es auch unter https://www.benefizlauf.heimstattroederhof.de Natürlich freuen wir uns auch über Fans und Zuschauer an der Strecke! Wir sind sehr zuversichtlich, dass zumindest die Hälfte der Koordinatoren das Ziel auch erreichen wird.


Am Samstag den 02.11.2019 bietet der Hospizverein ein Tagesseminar zum Thema Basale Stimulation an.

Das Seminar findet von 10:00-16:30 Uhr im Sitzungszimmer der Klosterstraße 6 statt. Die Teilnahme ist für die Begleiterinnen und Begleiter des Hospizvereins kostenfrei.

Die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt. Eine Anmeldung ist ab sofort, per Mail, im Hospizbüro möglich. Die 12 Plätze werden nach der Reihenfolge der Anmeldungseingänge vergeben.

Ulrike Malzahn, Praxisbegleiterin für Basale Stimulation, Lehrerin für Pflegeberufe und Fachkrankenschwester für Anästhesie & Intensivpflege, wird die Fortbildung als Referentin durchführen.

 

Für heiße und kalte Getränke ist gesorgt. In der Mittagspause besteht die Möglichkeit, sich in der unmittelbaren Umgebung selber zu verpflegen.

Hier einige inhaltliche Details:

  1. Geschichte und Entwicklung der Basalen Stimulation im Lehrervortrag
  2. Klären der Begriffe Wahrnehmung und Wahrnehmungsstörungen in Bezug auf den somatischen, vestibulären und vibratorischen Nahsinn (basale Sinne) und deren Bedeutung für den Menschen am Lebensende
  3. Jeder Nahsinn wird ausführlich besprochen und reflektiert, im Besonderen der somatische Nahsinn
  4. Darauf aufbauend gibt es Angebote für die betroffenen Menschen, die mit den Teilnehmer*innen in Selbsterfahrung (Berührungen, Berührungsqualitäten) erarbeitet werden.

Alle Angebote dienen der nonverbalen Kommunikation und sind wichtige vertrauensbildende Maßnahmen für die betroffenen Menschen.

Wir freuen uns auf Eure/Ihre Anmeldungen!


 

Zehn Jahre Kraft und Zeit für Menschen in der letzten Lebensphase investiert


Mitgründer des Hospizvereins „Geborgen bis zuletzt“ Friedrich Wißmann als Vorsitzender verabschiedet
Nachfolger ist Christian Castel

Neuer und ehemaliger Vorsitzender des Hospizvereines: Christian Castel und Friedrich Wißmann

„Haben Sie schon einmal einen Verabschiedungstext in der Bibel gefunden?“, fragte Superintendent Christian Castel die Gottesdienstbesucher in der Lukaskirche. Anlässlich der Verabschiedung des langjährigen Vorsitzenden und Mitbegründers des Hospizvereins „Geborgen bis zuletzt“, Friedrich Wißmann, sei das keine einfache Aufgabe gewesen, erklärte Castel gleich zu Beginn seiner Predigt. Im Simeon-Text sei er schließlich fündig geworden: thematisiert werden Begegnung und Abschied gleichermaßen.

Mit einem Gottesdienst feierten und verabschiedeten rund 50 Weggefährten und Ehrenamtliche aus verschiedenen Gruppen des Hospizvereins ihren langjährigen Vorsitzenden in der Ochtersumer Lukaskirche. Castel folgt selbst Friedrich Wißmann als Vorsitzender nach. „Eine große Aufgabe“, sagte er, gerade angesichts der Leistungen von Friedrich Wißmann.

„Ich danke Ihnen dafür, was Sie in diesen Verein an Zeit und Kraft investiert haben“, sagte Castel. Nun könne Wißmann auch ein wenig mehr Zeit für andere Dinge aufwenden, zum Beispiel die Imkerei. Denn er ist auch gleichzeitig Vorsitzender eines Imkervereins. Kollegen aus dem Hospizverein durften sich daher im Laufe der Jahre über viele Gläser Honig freuen. Sie betonten die gute, unkomplizierte und erfolgreiche Zusammenarbeit im Verein und bedankten sich bei Friedrich Wißmann und seiner Frau mit Reden, kleinen Aufmerksamkeiten und einem gemeinsam gesungenen Kanon.

Ein kleiner Dank überreicht durch Frau Cordula StepperWißmann, der 2008 den Hospizverein mitgründete, bedankte sich in seiner Abschiedsrede bei allen Mitgliedern. „Eine große Schwierigkeit am Anfang war es, die räumlich getrennten einzelnen Hospizgruppen von Hoheneggelsen bis Coppenbrügge zusammenzuführen“, erinnerte sich Wißmann an die Anfänge. Wichtig sei es ihm außerdem immer gewesen, viele Ehrenamtliche zu finden und sie zum Mitmachen zu motivieren. Aktuell sind rund 100 Ehrenamtliche in dem Verein aktiv, darunter viele Sterbe- und auch einige Trauerbegleiter. Sie kommen zu den kranken und sterbenden Menschen nach Hause, besuchen sie aber auch in Altenheimen oder auf der Palliativstation des Helios Klinikums in Hildesheim.

Vor seiner Pensionierung arbeitete Wißmann als Referent beim Landesrechnungshof. Im Hospizverein organisierte er nicht nur viele der notwendigen Schulungen und Ausbildungen für die ehrenamtlichen Sterbebegleiter. Zusammen mit den Vorstandskollegen kümmerte er sich auch um gemeinschaftliche Aktivitäten wie die jährliche Tagesfahrt zu stationären Hospizen oder auch die Weihnachtstreffen. Dies sei ihm immer sehr wichtig gewesen, sagte er, um auch die Gemeinschaft der Ehrenamtlichen zu stärken.

„In der Öffentlichkeit soll deutlich werden, dass für den Menschen in der letzten Lebensphase jemand da ist, mit dem er über seine Probleme reden kann“, sagte er. Das sei in der familiären Situation oft schwierig, viele würden daher mit anderen Menschen von außen viel direkter sprechen können.
In seiner Zeit sei auch eine Kooperation mit dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke aufgenommen worden, berichtete Wißmann. Ehrenamtliche des Hospizvereins können nun spezifisch geschult werden, wenn es um die Sterbebegleitung von Kindern geht.

Gruppenfoto

Eine Aufgabe der Hospiz-Ehrenamtlichen ist auch die Teilnahme an Sozialamtsbestattungen, um den meist sehr einsamen Urnenbeisetzungen etwas Würde mitzugeben. „Das sind im Jahr eine ganze Menge“, sagt Wißmann.
Die Arbeit, obwohl zum größten Teil ehrenamtlich geleistet, koste dennoch viel Geld, betonte er. Zwar werden die Stellen der Hauptamtlichen über öffentliche Mittel finanziert. Um auch die übrigen Kosten decken zu können, gehöre die Spendeneinwerbung zu den wichtigen Aufgaben des Vorstands.

Seinen Abschied als Vorsitzender habe er selber angeregt, sagte Wißmann. Er bleibe auch weiterhin dem Verein als Mitglied verbunden, aber eben nicht mehr als Vorsitzender: Nach einer bestimmten Zeit sei im ehrenamtlichen Bereich ein Wechsel notwendig, um auch Anderen Chancen und neue Aufgaben zu ermöglichen: „Zehn Jahre sind die Grenze.“

Text: Florian Aue